| Windows als NTP Client / Server
Windows XP/Server 2003 kann bereits selbständig einen NTP Server abfragen und die Zeit angleichen.
Die Einstellungen können in der Systemsteuerung unter "Datum/Uhrzeit" vorgenommen werden.
Damit Windows XP/Server 2003 auch als NTP-Server fungiert, sind im Registryschlüssel HKEY_LOCAL_MACHINESYSTEMCurrentControlSetServicesW32Time folgende Einträge nötig:
| Variable |
Wert |
Bemerkung |
| ParametersType |
NTP |
|
| ConfigAnnounceFlags |
5 |
Der Server ist ein "Verlässliche Zeitquelle" (Reliable time source) |
| TimeProvidersNtpServerEnabled |
1 |
|
| ParametersNtpServer |
|
Falls die Systemzeit von einer Funkuhr synchronisiert wird, freilassen.
Falls nicht, eine durch Leerzeichen getrennte Liste von Zeitservern (IP-Adressen oder DNS Namen) |
Starten Sie den Dienst nach den änderungen neu.
Hier die Microsoft Support Artikel: Windows XP und Windows 2003 Server
Windows 2000
Windows 2000 bietet mit dem integrierten Dienst "w32time.exe" die Möglichkeit als NTP Server oder Client zu fungieren.
Zur Aktivierung des NTP-Client/Servers unter Windows 2000 müssen dem System die erforderlichen Parameter bekannt und
der entsprechende Zeitdienst dauerhaft gestartet sein.
Der Zeitdienst findet sich unter "Verwaltung/Dienste" als "Windows-Zeitgeber" (engl.: "Windows Time"). Er sollte nach
Einstellung der Parameter mit dem Autostarttyp "Automatisch" gestartet werden. (Starts und Stopps dieses Dienstes sind
auch mit den Command-Line-Befehlen "net start w32time" beziehungsweise "net stop w32time" möglich.)
Die für den Zeitdienst relevanten Parameter finden sich alle in der Registry und lassen sich dort bei Bedarf auch editieren:
HKEY_LOCAL_MACHINESYSTEMCurrentControlSetServicesW32TimeParameters.
Eine Dokumentation der einzelnen Registry-Einträge finden Sie bei Microsoft.
Damit Windows 2000 als NTP-Client fungieren kann ist die Adresse des Zeit-Servers, der bei jeder Synchronisation abgefragt
werden soll, einzutragen. Der oder die ausgewählten NTP-Server lassen sich entweder in der Registry unter dem Eintrag
"ntpserver" editieren oder mit dem Command-Line-Befehl "net time /setsntp[:NTP-Serverliste]". (Wird eine ganze Liste
eingegeben, so sind die einzelnen Adressen durch Leerzeichen abzutrennen und die Liste beim net-Befehl in Anführungszeichen
zu setzen.) Beim nächsten Start des Zeitdienstes werden die Einträge übernommen und die Zeit synchronisiert. Standardmäßig
geschieht dies dann in Folge alle acht Stunden.
Die Frequenz versteckt sich unter dem Eintrag "Period" und ist standardmäßig als REG_SZ mit dem Wert "SpecialSkew" abgelegt.
Um beispielsweise 24-mal am Tag zu synchronisieren, muss dieser "Period"-Eintrag durch einen entsprechenden REG_DWORD mit dem
Dezimalwert 24 ersetzt werden (das heißt: den alten Eintrag komplett löschen oder umbenennen und einen Neueintrag zur Eingabe
numerischer Werte anlegen).
Die aktuell gesetzten Zeit-Server lassen sich übrigens auch via Command-Line mit dem Befehl "net time /querysntp" anzeigen.
Damit Windows 2000 nicht nur als NTP-Client, sondern auch als Server fungiert, ist in der Registry folgender Eintrag nötig:
"LocalNTP" muss von standardmäßig "0" auf "1" gesetzt werden.
Nach anschließendem Neustart des Dienstes können jetzt auch beliebige NTP/SNTP-Clients von diesem Windows-2000-Rechner
die Zeit abfragen.
Ein weiterer Parameter in der Registry könnte gegebenenfalls interessant werden: die Frequenz, mit der die Zeit-Server von
Windows 2000 abgefragt werden.
Eventuelle Fehlermeldungen des Zeitdienstes werden im Systemprotokoll der Ereignisanzeige eingetragen. Zu Diagnosezwecken
lässt sich übrigens auch die Command-Line-Utility "w32tm.exe" nutzen, der Zeitdienst muss dabei deaktiviert sein. Eine
übersicht der Aufrufvarianten bietet der Hilfe-Befehl "w32tm /?". Beispielsweise kann mit "w32tm -once" eine einmalige
Synchronisation mit detaillierter Anzeige ausgelöst werden.
Windows NT
Dieser Dienst ist auch für Windows NT erhältlich und ersetzt den alten Zeitdienst Timeserv aus dem NT Resource-Kit. Microsoft
bietet w32time für Windows NT hier (FTP) zum Download an. |